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Eine Stadt zieht sich über den Boden eines tiefen Alpentals, von oben gesehen

Das Tal

ES GIBT ALPEN
JENSEITS
VON TIROL.

Dreitausend Quadratkilometer, vier Massive über viertausend Metern und zwei Amtssprachen. Ein Pass deckt 838 km Piste ab, und am Mittwoch fährst du zum Mittagessen nach Frankreich und bist vor der letzten Bahn zurück.

3.261 km²

Die kleinste Region Italiens — und ihre steilste.

~25

Gipfel der UIAA-Viertausenderliste stehen auf der Aostataler Seite, gebündelt in vier großen Massiven.

1922

Der Gran Paradiso wird Italiens erster Nationalpark.

25 v. Chr.

Aosta gegründet als Augusta Prætoria. Das Straßenraster ist bis heute römisch.

838 km

In 24 Gebieten an 199 Liften, alles auf einem Regionalpass. Die Täler sind nicht miteinander verbunden — der Pass ist es.

2

Amtssprachen — Italienisch und Französisch — dazu Frankoprovenzalisch und Walserdeutsch.

Vier Massive

Vier Berge

Mont Blanc und Matterhorn teilen wir uns mit Frankreich und der Schweiz, und das Monte-Rosa-Massiv liegt beiderseits der Grenze. Der Gran Paradiso ist als einziger vollständig italienisch — und zugleich der zugänglichste der vier.

Über zwanzig Gipfel der UIAA-Liste über 4.000 m stehen in den Massiven rings um das Aostatal. Die tatsächliche Liste ist länger als die Postkarten: Grandes Jorasses und Dent du Géant auf der Mont-Blanc-Seite, Lyskamm, Castor, Pollux und die Breithorn-Gipfel entlang des Monte-Rosa-Grats. Der Grand Combin, der den Blick vom Großen St. Bernhard füllt, steht schon in der Schweiz.

Alpenglühen auf einem hohen Grat des Mont-Blanc-Massivs

Mont Blanc

Standort Courmayeur

4.808 m

Das Dach Westeuropas. Von Courmayeur bringt dich eine Seilbahn auf 3.466 m, ohne dass du Steigeisen anziehen musst.

Das Monte-Rosa-Massiv über das Tal hinweg gesehen

Monte Rosa

Standort Gressoney · Champoluc

4.634 m

Das Massiv mit den meisten Viertausendern der Alpen. Von dieser Seite steigt man auf den Lyskamm, 4.527 m — die Dufourspitze geht man von der Schweizer Seite an.

Das Matterhorn zur blauen Stunde hinter einer Lärchengruppe

Matterhorn

Standort Breuil-Cervinia

4.478 m

Die italienische Seite, die mit der Nachmittagssonne. Die Lifte ab Breuil queren die Grenze und bringen dich nach Zermatt.

Gletscher und Gipfelgrat des Gran Paradiso

Gran Paradiso

Standort Cogne · Valsavarenche

4.061 m

Der einzige der vier, der vollständig in Italien liegt, und der zugänglichste: man geht zu Fuß hinauf, mit Bergführer und in Steigeisen.

Standorte

Sieben Standorte. Jeder wirklich anders.

Das Haupttal ist lang, und die Seitentäler enden hoch oben im Gebirge — man fährt hinein und auf derselben Straße wieder hinaus. Die Wahl des Standorts wiegt auf dieser Reise schwerer als fast jede andere Entscheidung. Deshalb steht bei jedem auch das, was sonst niemand hinschreibt: für wen er nicht die beste Wahl ist.

Das Tal von Courmayeur im Sommer, grüne Wiesen unter dem Mont-Blanc-Massiv

Courmayeur

1.224 m

Unter dem Mont Blanc · am besten für Skifahren, Küche, Skyway, lange Abende

Der weltläufigste Ort im Tal, direkt unter dem höchsten Berg Westeuropas.

Eine gewachsene Stadt und kein Retortenort: gepflastertes Zentrum, ernsthafte Restaurants und eine Bergführertradition, die bis 1850 zurückreicht. Zwei Expositionen: das offene, sonnige Plateau von Chécrouit nach Nordosten und die bewaldete Val-Vény-Seite nach Nordwesten, die den Schnee hält. Die Skyway steigt vom Ortsrand auf 3.466 m; die Therme von Pré-Saint-Didier liegt zehn Minuten entfernt. Der beste Allround-Standort für einen ersten Besuch.

PaareSichere SkifahrerEssen und WeinKurzreisen
Das Matterhorn über der Sommerweide bei Breuil-Cervinia

Breuil-Cervinia

2.050 m

Unter dem Matterhorn · am besten für Schneesicherheit, Höhe, Übergang nach Zermatt

Hoch, weit und verlässlich, mit direktem Blick auf die italienische Seite des Matterhorns.

Einer der höchstgelegenen Orte der Alpen, und damit die sicherste Wette auf Schnee früh und spät in der Saison. Das Liftnetz hängt über die Grenze an Zermatt, du kannst also zum Mittagessen in die Schweiz fahren. Das Gelände ist breit, sonnig und überwiegend gutmütig — hervorragend für Fortgeschrittene und für alle, die Sicherheit aufbauen wollen.

FortgeschritteneLange SkisaisonGruppenSchneegarantie
Blühendes Weidenröschen auf einer Hochweide unter den Gipfeln des Gran Paradiso

Cogne

1.534 m

Unter dem Gran Paradiso · am besten für Eisklettern, Langlauf, Wildtiere, Ruhe

Eine weite Wiese am Eingang zum Gran Paradiso — und eines der großen Eiskletterreviere der Welt.

Cogne hält sein Pistenangebot bewusst klein — eine Seilbahn und acht Abfahrten am Montzeuc, alles auf dem Regionalpass — und steckt alles andere in das, was seltener ist: erstklassige Loipen im Talboden, gefrorene Wasserfälle, für die Kletterer aus aller Welt anreisen, und einen Nationalpark voller Steinböcke vor der Haustür. Im Sommer ist es ein Wander- und Wildbeobachtungsstandort. Ruhig, unprätentiös und sehr gut für Familien, denen Natur lieber ist als Nachtleben.

EisklettererLangläuferFamilienWildtiere und Wandern
Die vergletscherte Wand des Monte-Rosa-Massivs

Champoluc & Gressoney

1.568 m

Unter dem Monte Rosa · am besten für Freeride, Walserkultur, leere Hänge

Drei verbundene Täler unter dem Monte-Rosa-Massiv — das Freeride-Kernland der Region.

Monterosa Ski verbindet Champoluc, Gressoney und Alagna über ein riesiges, ruhiges Liftnetz mit legendärem Tiefschnee zwischen den Tälern. Die Dörfer sind Walsersiedlungen aus Holz und Stein, mit eigener Sprache und eigener Bauweise. Weniger Betrieb als in Courmayeur, mehr Gelände als fast überall sonst.

TiefschneefahrerSkitourengeherKulturPreis-Leistung
Ein Mountainbiker auf einem Singletrail hoch über dem Tal

La Thuile

1.441 m

Unter dem Rutor · am besten für Bikepark, Schneesicherheit, Übergang nach Frankreich

Im Winter schneesicher, im Sommer Weltcup-Downhill, und ein Liftübergang nach Frankreich.

Ruhiger und günstiger als die Nachbarn, mit nordexponierten Hängen, die den Schnee halten, einer Verbindung über den Kleinen St. Bernhard nach La Rosière und einem Sommer-Bikepark, in dem schon der UCI-Downhill-Weltcup gefahren wurde. Der Ruitor-Gletscher darüber ist erstklassiges Heliski- und Skitourengelände.

MountainbikerFamilienHeliskiingPreis-Leistung
Die Stadt Aosta im Talboden unter verschneiten Gipfeln

Pila & Aosta

1.800 m

Unter dem Emilius · am besten für Stadt und Berg zugleich, Geschichte, Bikepark, Preis

Ein Skigebiet und ein Bikepark, mit einer einzigen Seilbahn an eine römische Stadt gehängt.

Du wohnst in Aosta zwischen zweitausend Jahre alten Mauern und fährst mit der Gondel direkt hinauf zu den Hängen und zum Bike-Stadion von Pila, wo eine neue Zehnerkabinenbahn den Couis auf 2.723 m in etwa einer Viertelstunde erreicht. Das ist der Standort mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis der Region und der einzige, an dem der Abend eine richtige Stadt bedeutet — Restaurants, Weinbars, Museen und der Megalithpark — und keine Resortstraße.

Preis-LeistungGeschichteMountainbikerNicht-Skifahrer in der Gruppe
Eine helle Steinburg mit Ecktürmen über dem Tal

Das untere Tal

575 m

Unter dem Monte Zerbion · am besten für Burgen, Wein, Thermen, Nebensaison

Burgen, Keller, das Forte di Bard und Thermalwasser — das Tal, wenn der Schnee weg ist.

Saint-Vincent, Bard, Verrès und Donnas liegen tief genug, um im Frühjahr und im Herbst angenehm zu sein. Das ist das Kultur- und Weinende der Region: eine dichte Kette mittelalterlicher Burgen, der Nebbiolo von Donnas, Thermen und ein Casino. Ideal für die Nebensaison und für Reisende, die nicht hier sind, um sich anzustrengen.

KulturWeinNebensaisonLangsames Reisen

Reisezeit

Monat für Monat

Es gibt hier keine schlechten Monate, es gibt Monate für verschiedene Leute. Das Problem ist, dass die deutschen Winterferien und die Faschingswoche genau in das Fenster fallen, in dem es hier voll und teuer ist. Der März hält den Schnee bei langen Tagen, der September ist der schönste Monat des Jahres, und der November kostet erheblich weniger.

Dez

Winter

Saisonstart. Marché Vert Noël im römischen Theater. Die hohen Gebiete gehen am besten.

Jan

Winter

Am kältesten, trockensten, ruhigsten. Beste Zeit fürs Eisklettern. Fiera di Sant’Orso am 30. und 31., mit der Veillà in der Nacht dazwischen.

Feb

Winter

Der beste Schnee insgesamt. Karneval der Coumba Freida. Früh buchen — die Ferienwochen sind voll.

Mär

Winter

Lange Tage, guter Schnee, Firn und der Beginn der Skitourensaison.

Apr

Winter

In den hohen Gebieten wird weiter Ski gefahren. Hochsaison für Skibergsteigen. Im Talboden wird es grün.

Mai

Nebensaison

Ruhig und günstig. Burgen, Wein, Wandern im unteren Tal. Manche Lifte stehen still.

Jun

Sommer

Die Wiesen blühen. Die Flüsse führen Schmelzwasser und sind am schnellsten. Rafting ist hervorragend.

Jul

Sommer

Volle Hochgebirgssaison. Hütten offen, Gletscher zugänglich, Bikeparks in Betrieb.

Aug

Sommer

Am wärmsten und am vollsten, mit der Foire d’été und den Bergfesten. Weit im Voraus buchen.

Sep

Sommer

Der Kennermonat. Stabiles Wetter, klare Luft, Ernte und leere Wege.

Okt

Nebensaison

Die Lärchenwälder werden golden. Finale der Bataille des Reines in der Arena Croix-Noire. Wein und Burgen sind jetzt am besten.

Nov

Nebensaison

Das Tal ruht. Thermen, Museen und sehr niedrige Preise.

Anreise

Drei Flughäfen, ein Tunnel.

Aus dem deutschsprachigen Raum fahren die meisten selbst — über den Gotthard oder den Simplon, ab München sieben bis acht Stunden, ab Stuttgart oder Zürich deutlich weniger. Wer fliegt, nimmt Turin, Mailand Malpensa oder Genf; Genf ist durch den Mont-Blanc-Tunnel der schnellste Weg nach Courmayeur. Wir organisieren die Transfers von allen großen Flughäfen, verfolgen verspätete Flüge, und der Wagen kommt bereits winterfertig, mit vorher abgestimmten Kindersitzen.

Transfers und Fahrer →

Turin Caselle (TRN)

Der nächstgelegene internationale Flughafen. Beste Allroundlösung.

≈ 1 Std. 20

Mailand Malpensa (MXP)

Größte Auswahl auf der Langstrecke, unkomplizierte Autobahnfahrt.

≈ 2 Std.

Genf (GVA)

Durch den Mont-Blanc-Tunnel. Schnellster Weg nach Courmayeur.

≈ 1 Std. 45

Mailand Linate (LIN)

Gut für europäische Städteverbindungen.

≈ 2 Std. 10

Aosta Corrado Gex

Regionalflugplatz für Privat- und Geschäftsluftfahrt.

≈ 20 Min.

Mit der Bahn

Fernverkehr bis Turin oder Ivrea, dann ein Fahrer. Die Strecke Ivrea–Aosta ist wegen Elektrifizierung bis 2027 gesperrt.

Turin oder Mailand

Mit dem eigenen Auto

Über den Gotthard oder den Simplon. Im Winter gilt auf den Straßen der Region Winterausrüstungspflicht — Winterreifen oder Ketten an Bord; welche Regelung für deine Anreisetage genau gilt, sagen wir dir vorher.

ab München ≈ 7–8 Std.

Bevor du überhaupt wählst

Häufige Fragen

Kurz und ohne Umschweife. Du vergleichst dieses Tal mit Tirol oder Südtirol? Dafür gibt es eine eigene Seite, mit Quellen. Wenn deine Frage hier nicht steht, schreib sie uns: es antwortet ein Mensch mit Namen, innerhalb von zwölf Stunden.

Wie komme ich aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ins Aostatal?

Mit dem Auto über den Gotthard oder den Simplon: ab München sieben bis acht Stunden, ab Zürich oder Stuttgart entsprechend weniger. Für die Schweizer Autobahnen brauchst du die Jahresvignette, und der Mont-Blanc- und der Große-St.-Bernhard-Tunnel sind mautpflichtig. Mit dem Flugzeug ist Turin am nächsten (rund 1 Std. 20), Mailand Malpensa hat die größte Auswahl (rund 2 Std.), und Genf ist über den Mont-Blanc-Tunnel der schnellste Weg nach Courmayeur (rund 1 Std. 45). Mit der Bahn bis Turin oder Ivrea, den Rest mit einem Fahrer: die Strecke Ivrea–Aosta ist wegen Elektrifizierung bis 2027 gesperrt.

Deckt ein Skipass das ganze Aostatal ab?

Ja. Der Regionalpass deckt 838 km Piste in 24 Gebieten an 199 Liften ab, und die Skyway Monte Bianco, die Lifte von La Rosière in Frankreich und die von Alagna im Piemont sind enthalten. Die Täler sind allerdings nicht per Lift miteinander verbunden: verbunden werden sie durch den Pass, dazwischen fährt ein Auto.

Kann man von Italien aus in die Schweiz oder nach Frankreich fahren?

Ja, an drei Stellen. Von Breuil-Cervinia geht es hinüber nach Zermatt, von La Thuile nach La Rosière, und von Gressoney fährst du hinunter nach Alagna im Piemont. Für Zermatt und La Rosière gehört ein Ausweis in die Jacke: die Grenze überquerst du auf dem Sessellift.

Komme ich mit Deutsch oder Englisch zurecht?

Mit Englisch ja, überall. Amtssprachen der Region sind Italienisch und Französisch, zu Hause wird zusätzlich Frankoprovenzalisch gesprochen — aber in den Skigebieten, Hotels und Skischulen ist Englisch Standard. Deutsch ist eine Besonderheit: in Gressoney und Issime lebt eine Walser Sprachinsel, deren Mundart mit dem Höchstalemannischen verwandt ist. Das ist Kulturgeschichte und keine Serviceleistung. Unser Team arbeitet auf Englisch, Italienisch und Französisch; schreib ruhig auf Deutsch, die Antwort kommt auf Englisch.

Wann fährt man am besten ins Aostatal?

Der Februar hat den besten Schnee und die meisten Leute. Der März hält den Schnee bei langen Tagen und ist der Beginn der Skitourensaison. Der September ist der schönste Monat des Jahres, was Luft und Wege angeht, und der November der günstigste. Schlechte Monate gibt es nicht — es gibt Monate, die für Verschiedenes gut sind.

Kann man im Aostatal auch im Sommer Ski fahren?

Ja, auf dem Plateau-Rosà-Gletscher oberhalb von Breuil-Cervinia — dem Gletscher mit der längsten Saison Italiens: von Mitte Oktober bis Anfang September, oberhalb von 3.500 m, mit einer Unterbrechung im Herbst. Im Sommer wird früh am Morgen gefahren, und dorthin kommen die Nationalmannschaften zum Trainieren. Hitzewellen können die Sommersaison unterbrechen: man fragt am Vortag nach, nicht im Vormonat.

Wie viele Viertausender hat das Aostatal?

Vier Massive: Mont Blanc 4.808 m, Monte Rosa 4.634 m, Matterhorn 4.478 m und Gran Paradiso 4.061 m. Gipfel über 4.000 m von der UIAA-Liste, die in den Massiven rings um das Aostatal stehen, gibt es über zwanzig.

Brauche ich ein Auto?

Nicht, wenn ein Fahrer da ist. Wir holen dich mit Flugnummernverfolgung am Flughafen ab, Winterreifen und Kindersitze sind Standard, und wir halten den Fahrer vor Ort für dich bereit. Mehrere Seitentäler, allen voran das Gran-Paradiso-Gebiet, sieht man deutlich besser an, wenn man nicht ans Parken denken muss. Wer mit dem eigenen Wagen kommt, braucht Winterausrüstung — welche Regelung an deinen Anreisetagen genau gilt, sagen wir dir vorher.

Du weißt noch nicht, wohin genau?

Schreib, wer mitkommt, wann ungefähr und wie sich diese Woche anfühlen soll. Standort, Monat und die Frage, wie man die Tage zusammensetzt, nehmen wir dir ab.

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